Fachgruppe VIEH

Vielfalt "Vieh"
Diese Fachgruppe hat sich die Erhaltung, heimischer standorttreuen Haustierrassen als Ziel gesetzt. Durch ihre Widerstandsfähigkeit und Angepasstheit an die lokalen Bedingungen in der Nutztierhaltung, spielen sie eine große Rolle im Ökosystem Südtirol. Die Vernetzung interessierter Nutztier-Halter*Innen und Züchter*Innen in Südtirol, sowie der lokale Austausch von Tieren, ist ein wichtiger Schwerpunkt.
"Warum alte Rassen Zukunft haben: Züchter berichten."

Die "kleinen Grauen" am "Boarbichlhof" in Obertall/Schenna
"Die Grauen", wie sie im Passeiertal genannt werden, gab es in dieser kleinen Form noch vor ca. 100 Jahren in vielen Bergtälern Tirols. Durch den kleinrahmigen Körperbau und den stämmigen Füßen- Klauen sind sie bestens für steile Hänge geeignet. Sie sind robust gegenüber Wetter und Krankheiten, ihre gute Futterverwertung lässt sie auch mit weniger wertvollen Futter zurecht kommen. Die Milchleistung ist gegenüber ihrer Körpergröße sehr gut. Das Fleisch ist sehr schön marmoriert und sehr begehrt.
*Warum züchtet ihr diese Rasse? Wir wollten immer eine alte Rasse am Hof haben und weil uns dieser kleine Schlag der Grauen einfach taugt, durch ihre Geländetauglichkeit, wenig krankheitsanfällig und gute Futterverwertung, ist sie bestens angepasst an unserem steilen Hof, zudem erstaunt uns immer wieder, die sehr gute Fleisch und Milchqualität.

Das "Alpine Steinschaf" am "Greilhof" in Mals
Diese Schafrasse ist eine der ältesten Schafrassen des Ostalpenraumes. Es ist klein bis mittelfgroß, robust, farblich sehr vielfältig und sowohl gehörnt als auch ungehörnt. Sein Fleisch ist fettarm, aromatisch, fest und erinnert leicht an Wildfleisch. Die Wolle überzeugt durch gute Spinn-,Filz-und Färbeeigenschaften. Die Tiere sind widerstandsfähig, ideal für extensive Weiden und tragen zur Landschaftspflege bei.
*Wir haben uns für das Alpine Steinschaf entschieden, da es das Ursprungsschaf des oberen Vinschgaus und des Wipptales war und somit perfekt zu unserem Konzept, "ALTES:BEWAHREN" statt "NEUES:SCHAFFEN", passt. Zudem ist es durch seine Zutraulichkeit gut für kleine Bestände geeignet.

Das "schwarz-gescheckte Alpenschwein" am "Aignerhof" in St.Leonhard im Passeier
Alpenschweine sind robuste, anspruchslose Freilandschweine, durch ihr wühlen verbessern sie die Weiden und sind daher besonders in Bio-Betrieben beliebt. Ihre ständige Bewegung im Freigang führt zu marmorierten, feinfaserigen Fleisch mit einem sehr guten Omega 3 Profil. Diese Schweinerasse war im zentralen Alpenraum sehr verbreitet, bevor sie von den modernen schnellwachsenden Schweinerassen verdrängt wurde. Durch die Wiederaufnahme der Zucht im Jahr 2018, ist diese Rasse wieder in den ital. Provinzen, Valle d`Aosta, Veltlin, Südtirol, Trentino, Belluno und teilen von Österreich verbreitet.
*Wir haben uns bewusst für diese Schweinerasse entschieden, weil ihr Ursprung sie ideal für unseren Standort im alpinen Raum macht. Mit regionalen Futtermitteln gelingt es uns so, ein hochwertiges und ehrliches Lebensmittel zu erzeugen. Ihre Robustheit und Anspruchslosigkeit überzeugen uns jeden Tag aufs Neue. Durch ihre Ausgeglichenheit fügen sie sich harmonisch in unsere Hofgemeinschaft ein und bereichern unser tägliches Miteinander.
Aktivitäten und Angebote der Fachgruppe Vieh
-
Vernetzung mit den Züchtern
-
Erfahrungsaustausch bei versch. Veranstaltungen des Vereins
-
Hofbesichtigungen und Lehrfahrten
-
Vermittlung von Tieren
